Mexiko

Die USA im Norden, der südamerikanische Kontinent im Süden: Mexiko nimmt geostrategisch eine wichtige Position ein. Das aufstrebende Schwellenland ist nach Brasilien die zweitgrößte Wirtschaftsnation Lateinamerikas und gehört zu den zehn größten Erdöl Produzenten der Welt. Mexiko zeigt großen Ehrgeiz, Anschluss an die Industrienationen zu finden. Zugleich gibt es im Land extreme soziale Unterschiede. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut. Der Drogenkrieg, Korruption, ein Mangel an Fachkräften und starke Umweltzerstörungen hemmen die Entwicklung. (Quelle: BMZ)

Ein enormes Problem in Mexiko ist der seit Jahren wachsende sog. Drogenkrieg, in dem mächtige Drogenkartelle um die Vorherrschaft über die Drogen-Schmuggelrouten (Südamerika-USA) kämpfen. In diesem (innerstaatlichen) Krieg liefern sich sowohl Polizei- und Militäreinheiten mit den Kartellen als auch die konkurrierenden Organisationen unter einander blutige Auseinandersetzungen.
Im Bundesstaat Sinaloa im Nord-Westen Mexikos an der Pazifik-Küste wütet das Sinaloa-Kartell, das neben dem Drogenhandel, der Geldwäsche im großen Stil und dem Menschenhandel nachgeht. Die United States Intelligence Community bezeichnete 2010 das Sinaloa-Kartell als „die mächtigste Organisation im Drogenhandel weltweit“.

Mazatlán, Sinaloa

Die Stadt Mazatlán liegt an der Nord-Pazifikküste und ist mit seinen 600.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Staat Sinaloa und Mexikos größter Handelshafen. Die Stadt ist ein beliebtes Touristenziel, zahlreiche Ferienhotels entlang des langen Sandstrandes sind der sichtbare Beleg.
Allerdings hat der Drogenkrieg, eine der Haupt-Einnahmequellen der Stadt stark beschnitten: Die großen Kreuzfahrtschiffe laufen aus Angst vor der Gewalt kaum noch die vormals beliebte Touristenstadt an. Dadurch ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gestiegen.
Ein weiteres Problem ist die gewaltsame Vertreibung der Landbevölkerung durch die Drogenbosse in der Umgebung Mazatláns. Weigert sich ein Bauer oder Händler mit den Kartellen zusammen zu arbeiten, müssen sie und ihre Familien um ihr Leben bangen, so dass viele ohne eigene Mittel in die Stadt flüchten. Hier siedeln sie sich oftmals illegal, in den sogenannten “Colonias” (Armenvierteln) an, in denen es häufig kaum Wasser- oder Stromversorgung gibt und Arbeit nur schwer zu finden ist.

 

In einem dieser Viertel unterstützt GEBEN die Arbeit von Pastor Omar Bastidas unter anderem mit einer Essensausausgabe für Kinder.

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Eine Stadt voller Gegensätze: eine Colonia und wenige Km entfernt der wunderschöne Touristen Strand

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