GEBEN – NEWSLETTER 2/2010
Liebe Freunde und Interessierte von GEBEN – es lohnt sich,
Endlich ist es soweit – der lang ersehnte Sommer ist da und wir können Ihnen/Euch über die vielen positiven Entwicklungen seit dem ersten Rundbrief im März berichten, über die wir uns sehr freuen. Wir sind sehr dankbar, wie gut unser Projekt, Mikrokredite in Guatemala zu vergeben, bislang angelaufen ist. Allerdings hat der Wirbelsturm Agatha auch in „unserem Ort“ Chajul seine Spuren hinterlassen. Welche Konsequenzen dies genau für unsere Kreditnehmer hat, ist noch unklar. Was wir bereits wissen ist, dass die Ernte zumindest teilweise bedroht ist und die Kreditnehmerinnen ihre Ware kaum verkaufen konnten, da Straßen und Brücken arg gelitten haben. Selbstverständlich haben wir unsere Hilfe angeboten.
Catalina,
unsere Koordinatorin, arbeitet mittlerweile sehr engagiert am Aufbau unseres Projektes in Chajul. Für uns ist längst klar; wir hätten keine bessere Mitarbeiterin finden können!
Für Catalina war es anfangs nicht leicht das Vertrauen potenzieller KreditnehmerInnen Vorort zu gewinnen. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass die Zusammenarbeit zwischen Catalina und unserer Partnerorganisation FAPE gut funktioniert.
Um Catalina bei ihrer neuen Aufgabe Vorort zu unterstützen, fährt einmal im Monat eine erfahrene Koordinatorin von FAPE nach Chajul und Catalina wiederum zur Supervision nach Guatemala City.
Zu den Mikrokrediten
Wir freuen uns sehr, dass in der zweiten Aprilwoche unsere erste Vertrauensbank aus der Wiege gehoben werden konnte. Anbei ein Foto von unseren Kreditnehmern – die sehr ernsten Gesichter könnten uns vielleicht schmunzeln lassen, erklären sich aber dadurch, dass die indigene Bevölkerung sich extrem ungern fotografieren lässt und außerdem das Leben dort alles andere als leicht ist. Unsere zweite und sowie auch unsere dritte Vertrauensbank sind gerade im Entstehen. Eine Vertrauensbank besteht jeweils aus 10-13 Personen, die zwischen
US$ 150,- und 200,- als Erstkredit bekommen. Diesen zahlen sie innerhalb von einem halben Jahr zurück, sodass wir das Geld gleich wieder reinvestieren können.
Das Schulprojekt
Wie wir im letzten Rundbrief erwähnten, haben wir uns entschlossen, die Schule Vorort für mindestens ein Jahr mit einem monatlichen Betrag von € 200,- zu unterstützen.
Als das Schulleiterehepaar davon hörte, waren sie zutiefst berührt davon, dass Menschen auf der anderen Seite der Erde an sie denken und ihnen helfen.
Mit diesem Betrag unterstützen sie 10 Lehrer mit einem monatlichen Zuschuss von € 10,-.
Die meisten von ihnen unterrichten dort ehrenamtlich!
Außerdem haben sie 8 Kindern das Schulgeld bezahlt, genauso wie zwei Jugendlichen, die sich in der Ausbildung zu Buchhaltern befinden. Vom Restgeld haben sie Papier etc. gekauft.
Zu den Finanzen
Seit April arbeitet unser Geld nicht nur für die Ausbildung und das Gehalt von Catalina, sondern auch für die Vergabe von Mikrokrediten und die Begleitung der KreditnehmerInnen.
Dadurch haben wir jetzt natürlich größere monatliche Verpflichtungen, auch wenn wir bereits kleine Geldrückflüsse verzeichnen können.
Als Team
beschäftigt uns zurzeit die Frage, wie wir GEBEN – es lohnt sich weiter bekannt machen können.
Denn wir möchten noch sehr viel mehr Menschen, denen es wirtschaftlich vergleichsweise gut geht, die Möglichkeit geben, denen nachhaltig zu helfen, die am Existenzminimum leben.
Wie wir in Chajul sehen können, „warten“ viele nur darauf, die Chance einer eigenen kleinen Existenzgründung zu bekommen, um aus Armut und Perspektivlosigkeit heraus zu kommen.
Deshalb freuen wir uns immer wieder über jede noch so kleine Spende und – natürlich auch über die größeren!
Großes Ziel
Deshalb haben wir uns auch ein großes Ziel gesetzt; bis Ende dieses Jahres 10 Vertrauensbanken zu gründen. Wir wissen, dass wir dies aus eigener Kraft niemals realisieren können.
Scheint es doch der Griff nach den Sternen zu sein?
Vielleicht entscheiden jedoch auch Sie sich/ Ihr Euch, mit uns zusammen den einen oder anderen Stern vom Himmel zu holen, damit es bei möglichst vielen Menschen in Chajul hell wird?
Denn wir sind fest davon überzeugt, dass GEBEN sich immer wieder lohnt!
In herzlicher Verbundenheit,
Ihr/Euer GEBEN Team

