Newsletter 2/2013

Liebe Freunde und Interessierte von GEBEN – es lohnt sich,

zurück von Guatemala und Mexiko, freuen wir uns, dass wir Ihnen/Euch wieder viel Neues und auch Erfreuliches zu berichten haben. Die Reise war in jeglicher Hinsicht ein voller Erfolg, abgesehen davon, dass wir es dort auch deutlich wärmer und trockener hatten.

Gott sei Dank hat sich aber nun auch bei uns der Sommer eingestellt!

Entwicklungen

FAPE

Die Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation FAPE in Guatemala läuft besser denn je. Bei unseren wiederholten Treffen stellten wir erfreut fest, dass wir uns menschlich und auch inhaltlich immer näher kommen.

Beide Seiten haben verstärkt den Wunsch, nicht nur Kredite zu vergeben, sondern den Menschen noch viel ganzheitlicher zu begegnen. Was wiederum bedeutet, dass wir unsere Kreditnehmerinnen medizinisch noch stärker unterstützen und weiter geschäftlich schulen werden, aber auch mit ihnen weiter über Werte und Visionen ins Gespräch kommen wollen. Was das konkret bedeutet, wird sich in den kommenden Wochen herauskristallisieren. Und natürlich werden wir Sie/Euch sehr gern davon in Kenntnis setzen.

Unser Besuch

Als wir Ende April in Guatemala waren, hatten wir die Möglichkeit an 2 Tagen 8 „unserer“ Vertrauensbanken kennenzulernen. Zusammen mit dem Geschäftsführer von FAPE haben wir die Gruppen bei ihren Treffen in zum Teil sehr entlegenen Orten besucht. Bei den ganzen Schlaglöchern waren wir froh ein höher gelegenes Auto zu haben!

Auf diesem Foto besteigen gerade mehrere Frauen unser Auto, damit wir schneller zum Treffpunkt kommen können. Zu viert in einer Reihe mit 2-3 Kindern zu sitzen, ist dort gar kein Problem.

Überall sind wir sehr herzlich in Empfang genommen worden. Gleich die ersten drei Gruppen hintereinander hatten für uns einen kleinen Imbiss vorbereitet – und das nach einem reichhaltigen Mittagessen!

Promotoras

Insgesamt war es für uns ein besonderes Erlebnis und ein große Freude zu sehen, wie fit und motiviert die Mitarbeiter von FAPE bei ihren Gruppen sind, wie z.B. die Promotora Brenda.

Auf dem Foto im grauen Polohemd, rechts im Bild beim Besuch der Bank „Bendición Magdalena“.

Zur Erklärung; die Promotoras begleiten die einzelnen Gruppen und treffen sich wöchentlich mit ihnen.

Die Promotoras wiederum werden von ihren Koordinatorinnen supervidiert.

Brenda hat z.B. ein Fußballspiel zwischen den Frauen dieser und einer in der Nähe gelegenen Vertrauensbank organisiert, weil sie der Ansicht ist, dass die Frauen nicht nur arbeiten, sondern auch einen gewissen Ausgleich haben sollten – in dem vom „Machismo“ geprägten Frauenbild Guatemalas eine kleine Sensation.

Sie hat uns auch erzählt, wie viele Stunden sie pro Woche laufen muss, um von einer Bank zur nächsten zu kommen. Die nächste Bushaltestelle zu dieser Bank liegt z.B. 7 km entfernt.

Kredite praktisch

Wir konnten aber auch sehen, wie der Kredit den Frauen ganz praktisch Schritt für Schritt weiterhilft. Nach dem Treffen und Imbiss sind wir zu einigen nach Hause gefahren.

Im Vordergrund der Stall, hinter ihr das Haus.

Dies ist Dona Monica, die Hühner und Enten züchtet, um sie später auf dem Markt zu verkaufen. Mit ihrem Kredit hat sie Küken und Futter gekauft.

Ihre Nachbarin, Dona Dominica ist auch Mitglied bei der Bank Bendición Magdalena. Sie hat sich von ihrem Kredit eine Kühltruhe angeschafft, in der sie das zubereitete Fleisch bis zu den Markttagen kühlen kann. Sie hat sogar ein Steinhaus, das durch ein amerikanisches Projekt gefördert wurde.

Vertrauensbanken

Von April 2010 bis heute haben wir ausschließlich in sogenannte Vertrauensbanken investiert. Zur Erinnerung: eine Vertrauensbank ist der Zusammenschluss von 10 – 15 (meistens) Frauen, die jeweils einen Kredit, bei einer Laufzeit von 3 – 6 Monaten zu landesüblichen Zinsen erhalten. Die Höhe liegt beim Erstkredit bei ca. € 100,-.

Januar dieses Jahres konnten wir uns schon über 19 Banken freuen, während Ende März noch weitere 4 hinzukamen, sodass wir insgesamt auf stolze 23 Banken blicken können, d.h. wir unterstützen z.Z. über 240 Frauen mit einem Kleinkredit.

Drei weitere Banken sind bereits geplant.

Nach wie vor liegen unsere Banken in drei größeren Regionen; Chimaltenango, Sacatepequez und Villa Nueva, einem sehr armen Stadtteil von Guatemala City.

Zur besseren Übersicht haben die jeweiligen Gebiete verschiedene Farben und Formen.

Jeder bunte Tupfer ist eine Bank.

Neue Kreditformen

Solidarbanken

Hat eine Kreditnehmerin mehrere Zyklen ihrer Vertrauensbank erfolgreich durchlaufen, kann sie sich zusammen mit anderen Frauen, um einen sogenannten Solidarkredit bemühen.

Solidarbanken bestehen aus 3 – 5 Personen und die Höhe liegt schon deutlich höher, zwischen € 200,- – 600,- mit einer Laufzeit von 6-12 Monaten. Bei diesen Banken haften die Frauen füreinander.

Einige „unserer“ Kreditnehmerinnen sind mittlerweile an dem Punkt, dass sie gern solche Solidarkredite hätten, die wir ihnen natürlich gern gewähren werden.
Wir freuen uns sehr über diese neue Entwicklung.

Resozialisierungsarbeit in Mexiko

Auf unserem letzten GEBEN Info-Abend haben wir bereits angekündigt, dass wir 2013 ein Projekt in Mazatlán, Mexiko finanziell unterstützen würden. Mazatlán hat ein zunehmend großes Drogenproblem mit entsprechend wachsender Kriminalität und überfüllten Gefängnissen.
Vor ca. 6 Jahren jedoch hat ein ehemaliger Drogenbaron nach seiner Freilassung ein Rehabilitationszentrum eröffnet. Er selbst hatte seit seinem 6. Lebensjahr auf der Straße gelebt und war sukzessive in Drogen, Prostitution und Kriminalität gerutscht. Sogar während seiner 17 Jahre langen Gefängnisstrafe, gehörten Auftragsmorde zu seinem „Repertoire“.

Mittlerweile haben viele Entlassene dieses Rehazentrum durchlaufen, das ca. 16 Männer aufnehmen kann. In den sehr luftigen Zimmern (weil die Fenster nicht verglast sind!) wohnen bis zu vier Personen, die, wie woanders auch, einen ganz festen Tagesablauf haben.

Omar, hier im karierten Hemd vor dem Rehazentrum, das im 1 Stock liegt.

Neben dem, dass Mazatlán sowieso schon eine sehr hohe Arbeitslosigkeit hat, haben es ehemalige Inhaftierte natürlich besonders schwer Arbeit zu finden. Deshalb haben wir uns entschieden, ihr „Gewürz-Projekt“ mit zunächst einem einmaligen Betrag von € 500,- zu unterstützen. Das Zentrum kauft in größeren Mengen Gewürze, die dann in kleine Tüten abgepackt, von Haus zu Haus verkauft werden.

Wir haben auch das Gefängnis besucht, in dem Omar viele Jahre verbracht hat.

Hiervon werden wir im nächsten NEWSLETTER berichten.

GEBEN Spender – Sommerparty

Wie bereits angekündigt, möchten wir Sie/Euch ganz herzlich zu unserer diesjährigen GEBEN Spender-Sommerparty am 27.07.2013 ab 16.00 nach Haffkrug, Knoopsweg 9, in Paarmanns wunderschönen Garten einladen. Wenn das Wetter so wird wie letztes Jahr, kann es nur noch super werden! Selbstverständlich werden wir wieder Grillen, aber auch unsere GEBEN Neuigkeiten werden nicht zu kurz kommen!

Wir freuen uns natürlich auch über spontane Gäste, die unsere Arbeit noch nicht kennen.

Zum Vormerken

Auch wenn noch der ganze (hoffentlich!) schöne Sommer vor uns liegt, möchten wir Sie/Euch schon mal zu unserem GEBEN Info-Abend am 15. November ab 19.00 in der Anskar-Kirche, Vogelweide 10einladen. Wie gewohnt, beginnend mit Essen, dann dem Infoteil und mit anschließender Versteigerung. Natürlich wieder mit dem Ziel, gemeinsam den Betrag für eine Vertrauensbank zu ersteigern.

In Guatemala und Mexiko haben wir schon die eine oder andere sehr schöne Kleinigkeit für die Versteigerung, aber auch für unsere Weihnachtsschnur erstanden!

Immer wieder sind wir sehr dankbar, wenn wir darüber nachdenken, dass wir vor nicht mal 5 Jahren mit einem Traum begonnen haben, der nun schon so groß geworden ist. Wie gut, dass Träume eben nicht immer nur Schäume sind.

Wir sind mehr denn je davon überzeugt; gemeinsam GEBEN lohnt sich!

In herzlicher Verbundenheit,
Ihr/Euer
GEBEN Team

Author: GEBEN - es lohnt sich Team

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