Newsletter Oktober 2014

Das erwartet Euch/Sie:
  • Einladung zum Infoabend am 14.11. ab 19.00 Uhr in der Anskar – Kirche
  • Guatemala: das neue Projekt: Businesstraining ist fertig
  • Mexiko: Resozialisierungs- & Gefängnisarbeit

Liebe Freunde und Interessierte von GEBEN – es lohnt sich,

längst ist es wieder Zeit etwas von uns hören zu lassen.
Und das nicht nur, weil manch einer bei unserer GEBEN – Sommer Party am 12.07. leider nicht dabei sein konnte. Denn – unser Gartenfest in Haffkrug war mal wieder ein echtes Highlight. Wir haben uns auch sehr über neue Gesichter gefreut und saßen bis weit nach Mitternacht zusammen, nachdem wir die Köpfe mit neuen Infos und unsere Bäuche mit gegrillten Leckereien gesättigt hatten. Selbst der abendliche Regen konnte der Stimmung keinen Abbruch tun.

GEBEN Info-Abend am 14. November ab 19.00 Uhr in der Anskar-Kirche

Nun freuen wir uns schon wieder auf unseren GEBEN Info-Abend am 14. November ab 19.00 in der Anskar-Kirche, Vogelweide 10, 22081 HH, zu dem wir jeden ganz herzlich einladen.
Wie gewohnt, beginnen wir mit einem schönen Essen, dann gibt es inspirierende Information über unsere Arbeit und was natürlich nicht fehlen darf, unsere Versteigerung sowie manch andere Überraschung. Also unbedingt schon mal vormerken!
Nun aber zu den Neuigkeiten:

GUATEMALA

Unser Schwerpunkt in Guatemala ist nach wie vor die Vergabe von Mikrokrediten. Wir freuen uns, dass sich im Laufe des letzten Jahres unsere Vertrauensbanken (Zusammenschluss von 10 – 15 Kreditnehmerinnen) von 23 auf 45 verdoppelt haben, d.h. dass wir zurzeit ca. 486 Klientinnen haben.

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Die Frauen dieser Vertrauensbank weben farbenprächtige Stoffe für ihre Trachten.

In unserem nächsten Newsletter werden wir erläutern und darstellen, wieso gerade Mikrokredite die effektivste Art der Entwicklungshilfe darstellen.

 

„Capacitación y Transformación“ (Ausbildung und Veränderung)

Letztes Mal hatten wir bereits von dem Wunsch berichtet, unsere Kreditnehmerinnen auf dem Weg in ihre Selbständigkeit immer ganzheitlicher zu unterstützen. Weder FAPE (unsere Partnerorganisation in Guatemala) noch GEBEN ging es jemals nur darum Kredite zu vergeben. Deshalb hat FAPE zusammen hat Matt Dockall, einem jungen Entwicklungshelfer aus den USA, innerhalb eines Jahres (bis Sept. 2014) ein zusätzliches Ausbildungsprogramm mit 3 Modulen à 8 Themen entwickelt. Die Inhalte sind an die Bedürfnisse und Interessen der Frauen angepasst wie: ein Geschäftskonzept erstellen, Buchführung, Sparen, Beruf und Familie aber auch Kurse über Hygiene und Ernährung.
Die jeweiligen Lehreinheiten sind kurz und knapp, darauf folgen praktische Übungen, wie z.B. eine Art Monopoly, das die Kreditnehmerinnen mit Begeisterung spielen!
Dadurch, dass es für guatemaltekische Frauen ganz normal ist, die Familie zu ernähren und sich zusätzlich um Kinder und Haushalt zu kümmern, ist das für sie eine ganz neue Erfahrung!
Wir sind gespannt, welche Themen auf Dauer am besten ankommen bzw. welche auf weniger Resonanz stoßen.

Alta Verapaz

„Capacitación y Transformación“   (Ausbildung und Veränderung

Im zentralen Hochland befindet sich trotz fruchtbarem Boden eine der ärmsten Regionen Guatemalas. Ca. 47% der zumeist indigenen Bevölkerung lebt dort in extremer Armut, d.h. mit einem durchschnittlichen Einkommen von etwa 1,25 US$ pro Tag.

Alta Verapaz unterscheidet sich sehr von den anderen Regionen Guatemalas. Die dort ansässigen Poqomchi Maya betreiben eine vollkommen andere Art der Wirtschaft und des Handels. Die Mehrheit betreibt Subsistenzwirtschaft (Anbau nur zur eigenen Versorgung). Aus diesem Grund haben sie auch kaum bis keinerlei Erfahrung im Umgang mit Geld, da sie kaum Handel treiben und nur essen, was sie selber angebaut haben. Hinzu kommt, dass sie vollkommen antiquierte Produktions- und Transportmethoden haben.

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Der etwas andere Mikrokredit
Deshalb hat sich FAPE entschlossen sogenannte Warenkredite zu vergeben, da herkömmliche Mikrokredite dort noch nicht einsetzbar sind.

Beispiel: 10 Kreditnehmerinnen bekommen 10 Ferkel oder Küken im Wert von insgesamt € 200,-. Außerdem kümmert sich FAPE darum, dass die Frauen etwas über Zucht und Haltung lernen.
Nach Ablauf von ca. 6 Monaten übernimmt FAPE den Verkauf der Tiere und zahlt den Kreditnehmerinnen ihren Gewinn aus, abzüglich des Einkaufspreises und einem sehr niedrigen Zinssatz. Alternativ zur Tierhaltung könnte FAPE den Poqomchi auch mit landwirtschaftlichen Werkzeugen/Maschinen und Knowhow helfen ihren Anbau zu maximieren.

Mittlerweile steht fest, dass GEBEN mit 2 Vertrauensbanken à 15,- Klienten u.a. mit dem Anbau von Gladiolen beginnen wird. Wir freuen uns sehr über dieses neue Abendteuer!

MEXIKO

Auch mit unserer Arbeit in Mexiko geht es voran, wenn auch langsamer, da wir dort noch keine Partnerorganisation gefunden haben mit der wir kooperieren könnten. Außerdem haben wir hier andere Schwerpunkte.

Auch wenn Mexiko und Guatemala Nachbarländer sind, sind sie dennoch in der Kultur und ihrer Entwicklung grundverschieden. Mexiko ist immerhin Schwellenland, bedarf aber dennoch der Entwicklungshilfe. Außerdem hat der Norden stark mit Drogenkriminalität zu kämpfen, da Mexiko das einzige Land ist, das die USA über Land mit Mittel- und Südamerika verbindet und so als Brückenland für den Drogentransfer dient.

Resozialisierungsarbeit von „Construyendo Vidas“

Omar Bastida, der Leiter und Gründer des Zentrums von ehemaligen Gefangenen, fährt fort zusammen mit „seinen Jungs“ in kleinen Mengen Mülltüten und Süßigkeiten von Tür zu Tür zu verkaufen. Dabei machen sie immerhin einen kleinen Gewinn. Wir freuen uns über jeden Schritt den die Rehabilitanden machen, da es im Angesicht großer Arbeitslosigkeit und damit mangelnder Perspektive leicht ist, wieder rückfällig zu werden. Zumal Viele auch keinen erlernten Beruf haben, in den sie zurückgehen könnten.

Gefängnisarbeit

Wie wir im letzten Newsletter berichtet haben, unterstützen wir in Mazatlán noch eine andere Arbeit: Mirecon (Dienst der Versöhnung). Ein Teil dieses Dienstes besteht in einer Gefängnisarbeit Vorort. Zwischenzeitlich war diese Arbeit durch den Wechsel des Gefängnisdirektors ins Stocken geraten, da er keine Besuchsausweise mehr ausstellen wollte. Mittlerweile ist der Dienst erfreulicherweise wieder angelaufen.

Über ihre Arbeit in den Bergen werden wir nächstes Mal berichten.
Ob persönlich oder schriftlich: danke, danke für jede Art der Unterstützung!
Es ist großartig zu sehen, wie GEBEN – es lohnt sich in den letzten 5 Jahren gewachsen ist!
In herzlicher Verbundenheit und vielleicht ja bis bald?
Ihr/Euer GEBEN Team

Author: GEBEN - es lohnt sich Team

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